Steueroasen

“Steueroasen sind Gerechtigkeitswüsten…”

…hat Steinbrück laut Spiegel gesagt. Ein schöneres Beispiel für die unglückliche Vermischung  unglücklich gewählter Metaphern gibt’s wohl kaum.

Das ist eine bildhafte Verwendung von Sprache, bei der im Kopf aber leider kein Bild entsteht, sondern nur Verwirrung.

 

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Tarantino – nur zum Beispiel…

Geld allein macht nicht glücklich, sagen die Leute immer. Also mich macht schon Geld allein sehr glücklich, und je mehr ich davon habe, umso glücklicher bin ich.

Und was soll das überhaupt heißen – “Geld allein”? – Da Geld immer nur ein Mittel ist, existiert es “allein” sozusagen gar nicht; es hat immer diejenigen Güter im Schlepptau, die man sich damit leisten kann, zum Beispiel sich im kalten Winter in die Wärme abzusetzen oder überhaupt: immer da zu sein, wo man sein will; nur das zu machen, was man will und, vor allem: nur mit den Menschen zu tun haben, mit denen man zu tun haben will – für mich persönlich das, was mich am Geld am allerglücklichsten macht. Continue reading

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Ein verbreitetes Missverständnis

Seit wann hat Deutschland denn die Post privatisiert – oder die Bahn?  - Das behaupten doch glatt immer wieder alle möglichen Leute – und je nach politischer Ausrichtung sehen sie das entweder positiv oder negativ . – Dass seit ein paar Jahren auch Unternehmen Pakete befördern dürfen (während die Post weiterhin de facto das Briefbeförderungsmonopol hat, weil die private Konkurrenz durch Mindestlohnzwang in die Insolvenz getrieben wurde), heißt ja nicht, dass der Staatsladen privatisiert wurde.
Da scheint ein grobes -wenn auch in Deutschland weit verbreitetes- Missverständnis vorzuliegen: Post, Telekom, Deutsche Bahn und andere sind nicht deshalb in privater Hand, weil sie die Rechtsform gewechselt haben und jetzt nicht mehr “Behörde” heißen und die Neu-Angestellten keinen Beamtenstatus mehr haben. Der deutsche Staat ist bei allen weiterhin Mehrheitseigner (bzw. hat die Sperrminorität) und deshalb niemandem für Verluste bei diesen angeblich “privaten” Unternehmen rechenschaftspflichtig. Continue reading

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Bedauerlicherweise noch einmal zu Norbert Röttgen

Ich muss hier -bedauerlicherweise- Norbert Röttgen in Schutz nehmen – und zwar vor der Masse derjenigen Kommentatoren, die offenbar mit der Semantik des Deutschen auf Kriegsfuss stehen.

Also, Röttgen hat folgendes gesagt:

“Bedauerlicherweise entscheidet nicht die CDU darüber, sondern die Wähler entscheiden darüber.”

Bei zwei Hauptsätzen, die, wie hier, durch eine Konjunktion (“sondern”) verbunden sind, besteht grundsätzlich die Vermutung, dass eine adverbiale Bestimmung (“bedauerlicherweise”), die in nur einem der beiden Hauptsätze auftaucht, sich NUR auf das Prädikat (“entscheidet”) desjenigen Hauptsatzes bezieht, in dem sie eben auftaucht. Das heißt, sie bezieht sich NICHT auf das Prädikat des anderen Hauptsatzes. Das dürfte an folgendem Beispiel klar werden:

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Rating-Agenturen – Die Pervertierung einer marktwirtschaftlichen Institution durch den Staat

Den folgenden Vortrag habe ich am Sonntag, den 5.2.2012, an der Theodor-Heuss-Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Gummersbach gehalten – im Rahmen des Wochenendseminars „Liberale Denker – Philosophische Richtungen des Liberalismus im Vergleich“.

Guten Tag, meine Damen und Herren!

Warum ein Vortrag ausgerechnet zum Thema „Rating-Agenturen“? –Als ich vor ein paar Tagen einer Freundin, die weiß, dass ich über Liberalismus und Ökonomie schreibe, davon erzählte, fragte sie: „‚Rating-Agenturen’? Inwiefern ist denn das interessant? Und sind die nicht überhaupt ganz unwichtig und außerdem viel zu kompliziert?“ Meine Freundin hat recht. Um also gegen Ende eines anstrengenden Seminarwochenendes hier niemanden zu langweilen und weil ich ja flexibel bin, habe ich beschlossen, statt über Rating-Agenturen über etwas von allgemeinerem Interesse –und ebenfalls mit liberalem Bezug!– zu sprechen, nämlich über Jörg Kachelmann! Continue reading

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Der Euro ist niemandem aufgezwungen worden (I)

Es kommt sehr selten vor, dass man Kinder (oder auch Erwachsene) unter Androhung von Gewalt zum Essen von Schokolade zwingt. Warum ist das so? Erstens, weil zuviel Schokolade im Allgemeinen für gesundheitsschädlich gehalten wird und deshalb wohl kaum jemand auf die Idee käme, hier etwa noch ein Gesetz zu machen, das vorschriebe, soundsoviel Schokolade am Tag zu essen (eine Ausnahme könnte nur für die Schokoladenhersteller gelten, die ein solches Gesetz zwar gerne hätten aber sehr wohl wissen, dass angesichts der herrschenden Meinung zum Thema Schokolade jede dahingehende Lobbyarbeit aussichtslos ist). Zweitens, weil Gesetze, die ja immer Zwangscharakter haben, –  also Menschen dazu zwingen, sich anders zu verhalten als sie es ohne die Gewaltandrohung täten –, in der Regel nicht für das gemacht werden, was Leute ohnehin und gerne und freiwillig tun. Continue reading

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Euro-Bonds sind nicht das Problem

Ich verstehe die ganze hektische Aufgeregtheit um die „Euro-Bonds“ überhaupt nicht. Euro-Bonds sind doch nichts weiter als die –nachgeholte– Ausweitung des in Deutschland grundgesetzlich fixierten Länderfinanzausgleichs auf den gesamten Raum der EU. Und der Länderfinanzausgleich wiederum ist nicht anderes als die Ausdehnung des kommunalen Umverteilungsprinzips auf den Nationalstaat. So, wie der Bau der „Elbphilharmonie“ in Hamburg von allen Hamburger Steuerzahlern finanziert werden muss; so, wie die Sandaufschüttungen an der Küste von Sylt von allen Steuerzahlern in Deutschland finanziert werden müssen: So werden jetzt eben auch die Geldvernichtungsorgien von kommunalen und nationalen Politikern außerhalb Deutschlands von allen Steuerzahlern in der EU nachträglich und fortlaufend mitfinanziert. Continue reading

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