Die verschwundene Malaysia-Boeing und meine Fragen

Die Tatsache, dass die Maschine seit über einer Woche verschollen ist, bereitet mir kein wirkliches Kopfzerbrechen oder schlaflose Nächte, und ich überlege mir auch nicht, was wohl passiert sein könnte. Es gibt aber etwas, das mich bei dieser Sache sehr wundert, genauer gesagt, habe ich mir schon am ersten Tag der Angelegenheit genau zwei – wie ich finde, sehr offensichtliche – Fragen gestellt. Mich wundert nun, dass offenbar niemand sonst diese Fragen stellt.

Die erste Frage lautet: Was ist mit den Handys, den Smartphones, den iPads und den Notebooks der Passagiere, die doch auch während des Fluges ständig Signale aussenden? Als eine technisch äußerst unbedarfte Nutzerin dieser Geräte würde ich beinahe jede Antwort auf diese Frage akzeptieren. Ich verstehe nur nicht, warum sie gar nicht erst gestellt wird.

 Die zweite Frage lautet: Wie kann ein Objekt von der Größe eines Flugzeuges einfach verschwinden – wo wir doch alle glauben, dass der ganze Erdball lückenlos von Satelliten und anderer Technik überwacht wird, sodass selbst Gegenstände von der Größe eines Golfballs, die weder aus Metall sind noch irgendwelche Funksignale abgeben, rund um die Uhr und auch noch nachträglich geortet werden können? Dass das malaysische Militär keinen Zugriff auf diese Technik hat, leuchtet mir ein. Aber das amerikanische Militär und die unzähligen Weltüberwachungsdienste der USA sind offenbar genauso überfragt und haben in der Sache überhaupt keine Peilung.

 Auf das von mir konstatierte Phänomen der beiden nicht gestellten Fragen habe ich aber sehr wohl ein Antwort : Die Überwachungsmöglichkeiten werden maßlos überschätzt. Diese Einsicht wiederum ist für mich eine große Beruhigung und wird mich in Zukunft noch besser schlafen lassen!

Posted in Uncategorized | 4 Comments

Kinderpornographie und Kindesmissbrauch

Es geht um den Schutz unserer Kinder!“, wiederholte die Bundesfamilienministerin gestern Abend bei Günther Jauch gebetsmühlenartig. Da möchte doch niemand widersprechen. Die Frage ist aber, vor was genau die Kinder denn nun zu schützen wären. Bei der Ministerin gewinnt man den Eindruck, sie seien vor allem davor zu schützen, dass sich irgendwelche Männer in Deutschland Nacktfotos von ihnen angucken. Mir erschließt sich nicht einmal ansatzweise, inwiefern das dem Schutz der Kinder dienen sollte. Denn für mich liegt es auf der Hand, dass die Kinder zuerst einmal davor geschützt werden müssen, von irgendwelchen Leuten nackt fotografiert, oder – noch schlimmer – sexuell missbraucht und dabei fotografiert oder gefilmt zu werden. Continue reading

Posted in Uncategorized | 4 Comments

Ich brauche keine “Transparenz” beim ADAC

Ich will nicht, dass der ADAC „transparenter“ wird. Wozu sollte das gut sein? Meine Zeit ist mir viel zu wertvoll, als dass ich mich mit dem Innenleben irgendeines Vereins beschäftigen möchte, bei dem ich nur aus einem Grund – und freiwillig – Mitglied bin: Weil er mir für sehr wenig Geld sehr gute Dienste leistet. Continue reading

Posted in Uncategorized | Leave a comment

Meine ADAC-Mitgliedschaft

Im Verein ADAC bin ich seit mehr als zehn Jahren Mitglied, und zwar – das möchte ich betonen – bin ich bei denen freiwillig Mitglied geworden. Ganz im Gegensatz zu meiner Mitgliedschaft in den Vereinen Krankenversicherung, Rentenversicherung und den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten – nur zum Beispiel. Im Gegensatz zu den anderen Vereinen ist mir der ADAC auch noch nie auf die Nerven gefallen: Er schickt mir keine Briefe, mit denen ich unter Androhung von Strafen aufgefordert werde, Auskunft zu erteilen und Nachweise zu liefern über meine Einkünfte, meine Arbeitszeiten oder meine Wohn- und Lebenssituation insgesamt. Auch muss ich beim ADAC keine Fotos von mir abliefern. Einmal im Jahr bucht der Verein den Mitgliedsbeitrag ab, der seit meinem Beitritt nicht erhöht worden ist – ungefähr 50 Euro. Die Vereinszeitschrift, die viermal jährlich verschickte Motorwelt, habe ich mit einem kurzen Telefonanruf abbestellt, weil ich sie nicht lese und nicht wollte, dass sie mir den Briefkasten verstopft. Das hat auf Anhieb geklappt, während ich nun schon seit zwei Jahren nervige Telefonate mit meiner Krankenversicherung führe, weil die Fotos, die sie für die „Gesundheitskarte“, die ich gar nicht haben will, von mir verlangen, regelmäßig verschlampt werden. Continue reading

Posted in Uncategorized | 10 Comments

Auch Einbrecher brauchen Schuhe

Unter der Rubrik „Dubiose Deals“ meldet Spiegel Online, dass Philips, der größte Lampenhersteller der Welt, von 2002 bis 2012, also zehn Jahre lang, Lampen an Cannabis-Züchter geliefert habe. Zuerst ruchbar wurde diese unerhörte Tatsache in einer TV-Magazinsendung in den Niederlanden. Und damit nicht genug: Der Philips-Konzernsprecher sah sich daraufhin gezwungen zu bekennen, dass die Lampen zwar nur „indirekt, über Zwischenhändler“ geliefert wurden, dafür aber „in vollem Bewusstsein, an welche Endkunden“ – die bösen Finger – sie gegangen seien. Es sei „nicht illegal“, Leuchten nicht nur einfach an irgendwen, sondern sogar „an Händler mit Verbindungen zur Cannabis-Szene“ zu verkaufen, zitiert Spiegel-Online den Sprecher. Dennoch sei dieser Verkauf aber „etwas, das wir nicht mehr tun wollen“. Spiegel-Online fragt mit selbstgerechter Empörung, warum „diese Erkenntnis“ dem Konzern denn „erst im Jahr 2012“ gekommen sei. Continue reading

Posted in Uncategorized | Leave a comment

Redtube und mein Spaziergang im Internet

Nein, ich hatte im Dezember keine Abmahnung wegen Redtube in der Post. Wäre das aber der Fall gewesen, dann hätte ich ebensowenig wie die Richter am Landgericht Köln gewusst, wie und wann und wo ich eine Straftat begangen haben sollte – denn auch ich habe nicht die geringste Ahnung, was Streaming, Downloading, Uploading und Filesharing überhaupt ist, noch weiß ich, wie sich das voneinander unterscheidet. Immerhin aber ist es aufschlussreich, dass etliche Richter offenbar überhaupt keine Ahnung von den Sachverhalten haben, über die sie Beschlüsse fassen (müssen). Da ich kein Richter bin und deshalb das Privileg habe, mich nicht mit Dingen befassen zu müssen, die mich nicht interessieren, empfinde ich auch nicht einmal ansatzweise das Bedürfnis, zu lernen, was Streaming, Downloading, Uploading und Filesharing sind oder wie sie sich unterscheiden. Und ich will auch ganz und gar nicht wissen, ob das, was ich im Internet so mache, vielleicht unter einen dieser Begriffe fällt. Continue reading

Posted in Uncategorized | 3 Comments

Steueroasen

“Steueroasen sind Gerechtigkeitswüsten…”

…hat Steinbrück laut Spiegel gesagt. Ein schöneres Beispiel für die unglückliche Vermischung  unglücklich gewählter Metaphern gibt’s wohl kaum.

Das ist eine bildhafte Verwendung von Sprache, bei der im Kopf aber leider kein Bild entsteht, sondern nur Verwirrung.

 

Posted in Uncategorized | Leave a comment