Tarantino – nur zum Beispiel…

Geld allein macht nicht glücklich, sagen die Leute immer. Also mich macht schon Geld allein sehr glücklich, und je mehr ich davon habe, umso glücklicher bin ich.

Und was soll das überhaupt heißen – “Geld allein”? – Da Geld immer nur ein Mittel ist, existiert es “allein” sozusagen gar nicht; es hat immer diejenigen Güter im Schlepptau, die man sich damit leisten kann, zum Beispiel sich im kalten Winter in die Wärme abzusetzen oder überhaupt: immer da zu sein, wo man sein will; nur das zu machen, was man will und, vor allem: nur mit den Menschen zu tun haben, mit denen man zu tun haben will – für mich persönlich das, was mich am Geld am allerglücklichsten macht.

 

Und gibt es beim Geld einen abnehmenden Grenznutzen oder: gibt es einen Cut-off-Point, ab dem noch mehr Geld einen nicht noch glücklicher macht? – Ich glaube nicht. So hat zum Beispiel Quentin Tarantino ein eigenes Kino in Los Angeles, in dem er 35-mm Filme zeigt, und nur die Filme, die er zeigen will. “As long as I am rich,” hat er mal gesagt, würde es dieses Kino geben. Wer weiß, vielleicht hätte er, wenn er noch reicher wäre als er es ist, schon 100 oder 500 Kinos auf der ganzen Welt aufgemacht – einfach, weil es ihm Spaß macht und weil es ihm egal sein kann, wenn die Kinos Verluste machen. – Das nur als Beispiel. Und klar: 50 Dollar mehr würden bei ihm wohl nicht so sehr ins Gewicht fallen, aber ein Plus von 10 oder 20 Prozent auf sein vorhandenes Vermögen ganz sicher.

Danny de Vito hat die Angelegenheit in dem schönen Film “Heist” ganz richtig gesehen. Er brüllt ins Telefon: “Of course, everbody needs money! That’s why they call it money!”

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2 Responses to Tarantino – nur zum Beispiel…

  1. Lauchie says:

    Das es einen solchen Cut-Off point gibt, ist meines Wissens nach schon bewiesen worden.

  2. Störk says:

    Da die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen prinzipiell unbegrenzt sind, wären die Cut-Off-Punkte individuell sehr verschieden. Der eine ist glücklich, wenn er Villa, Yacht, Privatflugzeug und Wohnmobil hat, der andere spart auf einen Suborbitalflug mit Virgin Galactic, der nächste will es sich leisten können, auf der ISS Station zu machen und ein paar Wochen “wirklich im Weltraum” zu verbringen – und dann gibt es noch Leute, die sich fragen, wieviel denn eine Nuclear Lightbulb Rocket kosten würde, mit der ein Familienausflug zum Saturn machbar wäre…

    … die Menschen sind nunmal verschieden.

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