Die verschwundene Malaysia-Boeing und meine Fragen

Die Tatsache, dass die Maschine seit über einer Woche verschollen ist, bereitet mir kein wirkliches Kopfzerbrechen oder schlaflose Nächte, und ich überlege mir auch nicht, was wohl passiert sein könnte. Es gibt aber etwas, das mich bei dieser Sache sehr wundert, genauer gesagt, habe ich mir schon am ersten Tag der Angelegenheit genau zwei – wie ich finde, sehr offensichtliche – Fragen gestellt. Mich wundert nun, dass offenbar niemand sonst diese Fragen stellt.

Die erste Frage lautet: Was ist mit den Handys, den Smartphones, den iPads und den Notebooks der Passagiere, die doch auch während des Fluges ständig Signale aussenden? Als eine technisch äußerst unbedarfte Nutzerin dieser Geräte würde ich beinahe jede Antwort auf diese Frage akzeptieren. Ich verstehe nur nicht, warum sie gar nicht erst gestellt wird.

 Die zweite Frage lautet: Wie kann ein Objekt von der Größe eines Flugzeuges einfach verschwinden – wo wir doch alle glauben, dass der ganze Erdball lückenlos von Satelliten und anderer Technik überwacht wird, sodass selbst Gegenstände von der Größe eines Golfballs, die weder aus Metall sind noch irgendwelche Funksignale abgeben, rund um die Uhr und auch noch nachträglich geortet werden können? Dass das malaysische Militär keinen Zugriff auf diese Technik hat, leuchtet mir ein. Aber das amerikanische Militär und die unzähligen Weltüberwachungsdienste der USA sind offenbar genauso überfragt und haben in der Sache überhaupt keine Peilung.

 Auf das von mir konstatierte Phänomen der beiden nicht gestellten Fragen habe ich aber sehr wohl ein Antwort : Die Überwachungsmöglichkeiten werden maßlos überschätzt. Diese Einsicht wiederum ist für mich eine große Beruhigung und wird mich in Zukunft noch besser schlafen lassen!

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4 Responses to Die verschwundene Malaysia-Boeing und meine Fragen

  1. R.A. says:

    Mein laienhafter Antwortversuch wäre:
    Smartphones etc. können nur geortet werden, solange sie im Handynetz sind. Und das hat keine dolle Reichweite – in Deutschland gibt es flächendeckend ein enges Netz an Sendemasten, und trotzdem gibt es in schwach besiedelten Gebieten Funklöcher. Einige Dutzend Kilometer vor der Küste dürften alle Handynetzkontakte perdu sein, als bei diesem Flug lange bevor das Flugzeug verschollen ging.
    Die Ortung über Radar oder andere auf Metall reagierenden Geräte hat ebenfalls beschränkte Reichweite und über den Ozeanen weitgehend Lücken.

    Und die Satelliten arbeiten im wesentlichen mit Photos. Die muß man auswerten, Kilometer um Kilometer das photographierte Wasser auf Objekte durchschauen. Das ist angesichts der möglichen Fläche eine Heidenarbeit – die aber derzeit auch stattfindet.
    Es wurde sogar Satellitenmaterial über Internet bereitgestellt, damit viele Freiwillige es durchsuchen können. Aber wahrscheinlich waren die bisher überprüften Meeresgebiete nicht die richtigen.

    Fazit: Wer sich wirklich weitab von der Zivilisation aufhält, der muß tatsächlich wenig Angst vor Überwachung haben😉

  2. Britta Pflugbeil says:

    Hallo Frau Ziessler,

    es gibt kleine Störsender, auch “Jammer” genannt. Die legen in einem gewissen Umkreis sämtliche Mobilfunkgeräte lahm. Einige dieser Geräte sind auch in Handyform gestaltet, können also bedenkenlos mitgenommen werden. Siehe hier:

    http://www.handyblocker.to/

    Beste Grüße!

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